Saily eSIM: Neuer Anbieter will Roaming deutlich vereinfachen
Die eSIM etabliert sich und im Netz finden sich immer mehr Angebote zum Thema. Praktisch ist vor allem der Wegfall der sehr fummeligen Plastik-SIM-Karte. Saily eSIM ist ein neuer Anbieter in diesem Bereich und ist ein Angebot der bekannten Firma Nord Security, die Du vermutlich schon von Nord VPN kennst. Die App soll Dir vor allem das Reisen erleichtern und das Roaming wesentlich entschärfen.
Saily eSIM: Kein echter Mobilfunktarif, nur Roaming-Datenvolumen
Genau wie fraenk ist Saily eSIM in erster Linie ein Mobilfunk-Anbieter der quasi App-Tarife anbietet, funktioniert aber dann doch etwas anders. Du bekommst von Saily eSIM nur Datenvolumen zum Surfen, behältst aber zeitgleich Deine Handynummer, unter der Du weiterhin erreichbar bleibst. Es handelt sich also nicht um einen klassischen Tarif, sondern lediglich um buchbare Datenpakete.
Du buchst also Datenvolumen in Form von Paketen für Dein Handy und verbrauchst dieses dann beim Surfen im von Dir ausgewählten Ausland bzw. der Region. Dazu nutzt Saily eSIM laut Nord Security die besten Netze der jeweiligen Länder. Du solltest also mit recht gutem Empfang vor Ort versorgt sein.
Nord Security gibt an, dass Saily eSIM mehr als 180 Länder unterstützt. Darunter sehr teure Roaming-Reiseziele wie die USA, Japan oder auch Australien. Welche Länder und Regionen dabei sind, kannst Du sehr leicht auf der Webseite in Erfahrung bringen.
Wie funktioniert die Saily-eSIM-App? eSIM-Handy erforderlich!

Es sind nur wenige Schritte bis zum Roaming-Datenvolumen von Saily eSIM. (Bild: Nord Security)
Die Einrichtung ist ziemlich einfach: die Saily-eSIM-App entweder für Android oder iOS herunterladen, die eSIM einrichten und dann noch die Region oder das Land wählen, in das Du reist. Nach der Buchung wird das Datenpaket für Dich aktiviert und verbraucht sich erst, wenn Du Deinen Zielort erreicht hast.
Download der Saily-eSIM-App
Allerdings hängt die Nutzung der App von Deinem Handy ab. Denn Du brauchst zwingend ein Handy mit eSIM-Unterstützung. Sonst kannst Du die App zwar herunterladen, aber die Funktionen nicht nutzen. Glücklicherweise unterstützen mittlerweile auch neuere Einsteiger- und Mittelklasse-Modelle den SIM-Standard. Erkundige Dich aber vorher, ob Dein Handy auch eSIMs nutzen kann.
Welche Vorteile bietet Saily eSIM im Roaming?
Viele Reisende innerhalb der Europäischen Union werden sich vermutlich auf das „Roam like at Home“ verlassen, das Dir im Endeffekt das Datenvolumen des jeweiligen Ausgangslandes auch in anderen EU-Ländern im Roaming zur Verfügung stellt. Geht die Reise für Dich aber direkt außerhalb der EU los, dann dürfte Saily eSIM durchaus interessant werden.
Nehmen wir mit Japan eines der teuersten Roaming-Länder der Welt! Bei der Telekom kostet ein Roaming-Paket für 7 Tage und 1 GB Datenvolumen stramme 30 Euro. Mit Saily eSIM zahlst Du für das größte Datenpaket mit 20 GB Datenvolumen 22,99 US-Dollar und damit umgerechnet um die 21 Euro. Für 9,99 US-Dollar gibt es übrigens bereits 5 GB. Die Pakete sind in Zeiträumen von 30 Tagen gestaffelt.

Dies sind nur wenige Beispielländer. Auf der Webseite kannst Du Dir alle unterstützten Regionen anzeigen lassen. (Bild: Nord Security)
Damit sind die Datenpakete nicht nur weitaus günstiger, diese bleiben Dir auch über einen weitaus längeren Zeitraum erhalten. Denn seien wir einmal ehrlich: Eine Woche in Japan lohnt sich nur bedingt und dann sind wir bei der Telekom schon bei rund 60 Euro für nur zwei Wochen Aufenthalt.
Übrigens sparst Du Dir mit Saily eSIM den Gang zu lokalen Geschäften und im Zweifel auch eine langwierige Identifikation. Zudem kann auch eine Sprachbarriere hinderlich beim Kauf einer lokalen SIM-Karte sein. Das ist mit der App auf Deinem Handy natürlich ausgeschlossen.
Welche Nachteile gibt es im Vergleich?
Wie bereits erwähnt, handelt es sich hierbei nicht um einen temporären Mobilfunktarif mit eigener Handynummer. Du buchst lediglich nur Datenvolumen. Zwar ist es vorteilhaft, dass Du weiterhin mit Deiner eigenen Mobilfunknummer erreichbar bleibst, aber SMS sowie Anrufe kosten Dich dann im Ernstfall richtig viel Geld und unterliegen dem Roaming im jeweiligen Land.
Hier solltest Du nur auf Datendienste wie WhatsApp-Anrufe oder Messenger-Nachrichten zurückgreifen, die Datenvolumen nutzen. Somit verbrauchst Du nur die verwendeten Daten aus dem gebuchten Paket. Das schließt aber im Zweifel Telefonate im Inland aus, sofern die angerufene Person keinen Messenger nutzt, in dem das möglich ist.