Satellitennotruf jetzt auch auf Pixel-Smartphones möglich
- Google liefert den Satellitennotruf für Pixel-Smartphones jetzt per Update aus.
- Das Feature war bereits länger angekündigt, für Deutschland aber bislang nicht verfügbar.
- Daneben werden weitere KI-Features verteilt.
Google Pixel Smartphones mit Satellitennotruf
Google hat mit dem jüngsten Feature Drop eine Funktion für seine Pixel-Smartphones ausgeliefert, die im Notfall Leben retten kann: Der Notruf per Satellit. Diese Funktion ist technisch ab den Modellen der Google Pixel 9-Reihe verfügbar, bislang war sie allerdings nicht in allen Regionen und Ländern nutzbar.

Notruf per Satellit wird auf Smartphones der Pixel 9 Reihe ausgerollt
Mit dem seit Kurzem verteilten Feature Drop wird die Funktion nun auch für Nutzer in Europa und Alaska verteilt. In der Redaktion konnten wir das entsprechende Update auf einem Google Pixel 9 Pro XL bereits laden. Laut Google steht die Funktion für Modelle der Pixel-9-Reihe zur Verfügung.

So funktioniert der Google Pixel Notruf per Satellit
Hilfe holen ohne Mobilfunknetz
Die Möglichkeit, per Smartphone Verbindung mit Satelliten aufzunehmen, kommt seit wenigen Jahren auf. Den Anfang machte hier Apple: Ab dem iPhone 14 steht der Notruf per Satellit zur Verfügung, bislang kostenlos, auch wenn zu vermuten steht, dass Apple früher oder später ein Preisschild an die Funktion klebt.
Bei Google ist der kostenlose Nutzungszeitraum ebenfalls auf zwei Jahre befristet, wobei es noch keine Preise für die Zeit danach gibt. Der Notruf per Satellit kann nur genutzt werden, sobald kein terrestrisches Mobilfunknetz verfügbar ist. Apples Satellitennotruf erwies sich in mehreren Fällen bereits als mutmaßlicher Lebensretter und ermöglichte Personen in abgelegenen Gebieten wie Nationalparks Notrufe per Textnachricht, nachdem sie einen Autounfall erlebt oder von Unwetterlagen überrascht wurden.
Inzwischen experimentieren erste Provider bereits mit der nächsten Generation satellitengestützter Anwendungen für Smartphones, diese sollen nicht nur in Notfällen, sondern regulär die Kommunikation per Satellit für Endkunden ermöglichen, zumeist zunächst per Textnachricht. Erste Versuche laufen in den USA bei T-Mobile US, die Telekom-Tochter kooperiert mit Starlink von SpaceX, aber auch in Europa, wo Vodafone entsprechende Versuche vorantreibt. Wir haben kürzlich das HMD OffGrid gestestet, eine kleine Box, die das Versenden von Textnachrichten oder Standortdaten per Satellit über das Smartphone ermöglicht.
Bis sich Satellitenverbindungen als Ergänzung und Lückenschluss für weiße Flecken allerdings auch für Daten- und Sprachkommunikation etablieren, dürften noch Jahre vergehen. Jedoch ergibt sich angesichts jüngster Fortschritte durch modernere mit speziellen, besonders großen Antennen und für die Kommunikation mit Smartphones optimierten Satelliten sowie neueren Modem-Chips mit speziellen Sat-Modi für Provider eine potenzielle Möglichkeit, letzte Lücken der Netzversorgung günstiger schließen zu können, als mit einem terrestrischen Ausbau in entlegenen Gebieten.
Feature Drop mit weiteren Neuerungen für Pixel-Smartphones
Daneben beinhaltet der jüngste Pixel Drop weitere KI-Features: Gemini kann nun etwa multimodale Eingaben verarbeiten, also neben Anfragen in Textform auch solche per Bild oder Video. Screenshots werden auf Wunsch KI-basiert sortiert und in Pixel Studio ist es auch möglich, Bilder mit Personen zu erstellen. Alle Details zu den Neuerungen im März-Pixel Drop findest Du in der Update-Beschreibung oder hier bei Google.
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