MoGo 3 Pro im Test

Toller mobiler Xgimi-Beamer nervt mit Google TV in der Praxis

Der MoGo 3 Pro ist ein interessantes Gerät vom Projektorspezialisten Xgimi. Vor allem unterwegs gefiel uns das Gerät mit dem eingebauten Lautsprecher. Doch Google TV nervte hin und wieder. Beim Schauen einer Serie wurden wir sogar unterbrochen – für ein Update. Handyhase hat den Projektor mehrere Monate in der Praxis bei Reisen getestet.

Der MoGo 3 Pro im Handyhase-Test. (Foto: Andreas Sebayang/Handyhase.de)

Xgimi MoGo 3 Pro kaufen

Das Wichtigste in Kürze

  • Der MoGo 3 Pro ist ein praktischer und leiser Begleiter für Reisen
  • In den meisten Fällen ist das Bild groß und gut
  • Google TV und der langsame Prozessor stören manchmal
  • Verbindungen mit dem Hotel-WLAN gestalten sich schwierig

Wenn es um Projektoren (im Volksmund auch Beamer genannt) geht, dann hat sich Xgimi in den letzten Jahren einen guten Namen gemacht. Neben den großen Projektoren fürs Heimkino hat das chinesische Unternehmen aber auch einige interessante mobile Modelle im Angebot. Einer davon, der Handyhase besonders interessierte, ist der MoGo 3 Pro.

Der Projektor ist so klein, dass er locker in den Rucksack passt. Natürlich ist er nicht so klein wie Beamer in Smartphones, aber doch noch transportabel wie eine etwas größere Thermosflasche. Dazu gibt es Zubehör, wie einen Standfuß sowie eine Verlängerung des Standfußes, die gleichzeitig als Akku für den Projektor dient. Das Zubehör mit dem Namen Power Base Stand ist eine Option, die unserem Testmuster aber beilag.

Der Aufbau ist ziemlich simpel. Den Akku und den Standfuß schraubst Du zuerst zusammen und anschließend schraubst Du den Projektor auf die Konstruktion, die recht stabil ist. Dagegen laufen solltest Du freilich trotzdem nicht.

Das Netzteil des Projektors schließt Du dann an den Akku an und ein auffallend kurzes, aber ausreichendes USB-Kabel verbindet die Akkustange mit dem Projektor. Freilich kannst Du den Projektor auch direkt mit dem Netzteil verbinden. Das bleibt Dir überlassen. Anschließend geht es zur Einrichtung

Die Einrichtung: mit oder ohne Google TV?

Für die Einrichtung brauchst Du etwas Geduld. Wenn Du ein Smart Home samt Google-Home-App hast, erleichtert dies die Einrichtung aber deutlich. Das spart Dir beispielsweise das Eingeben des WLAN-Passworts. Dazu sei aber gesagt: Die mitgelieferte Fernbedienung reagiert sehr schnell, es ist also durchaus machbar, auch ein kompliziertes Passwort einzugeben. Dafür lahmt das Betriebssystem aber ab und an.

Vor allem nach dem Starten des Projektors merkten wir, dass der Projektor einige Zeit brauchte, um sich „zu beruhigen“. Daten wurden nachgeladen, was die gesamte Oberfläche ruckeln ließ.

Wie wir später feststellten, liegt das hauptsächlich an Google TV. Xgimi hatte Anfang 2025 ein Update verteilt, das auch die Nutzung ohne Google TV erlaubt. Apps lassen sich weiter nutzen, aber der spielerische Teil von Google TV entfällt, was die Bedienung des Projektors beschleunigt. Wenn Du auf die ganzen Empfehlungen verzichten kannst, dann würden wir Dir dazu raten, ohne Google TV zu starten. Du kannst Dich auch im Nachhinein noch dafür anmelden, das ist kein Problem.

XGIMI MoGo 3 Pro -Beamer mit Google TV

XGIMI MoGo 3 Pro -Beamer mit Google TV (Bild: XGIMI)

Solltest Du Dich für Google TV entscheiden, dann sind ein paar Apps mehr vorinstalliert. Nach der Einrichtung waren schon einige Apps von Anfang an installiert. YouTube, als Teil der Google-Mutter, ist selbstverständlich installiert. Aber auch Arte, ARD, ZDF, Disney+, Netflix, Apple TV, Joyn oder auch Amazon Prime, um ein paar Beispiele zu nennen.

Die Dienste kannst Du auch in der Regel auch deinstallieren, um etwas Ordnung zu schaffen. Da Google TV im Prinzip eine Android-Variante ist, kannst Du weitere Apps installieren. Wir haben etwa noch Paramount+ installiert.

Erstes Update ist optional

Sehr schön: Auf den MoGo 3 Pro mussten wir nach der Ersteinrichtung kein Update installieren, obwohl dieses bereitstand. Gerade im mobilen Einsatz ist es wichtig, dass der Projektor immer funktioniert. Natürlich solltest Du das System immer aktuell halten, aber das kostet Zeit und ist manchmal etwas nervig.

Das Update, welches wir bei der ersten Gelegenheit installierten, war gut ein Gigabyte groß. Eine gute halbe Stunde solltest Du Dir dann nehmen. Die Software ist zwar schnell heruntergeladen, der Prozessor des Projektors lässt aber hier und da Wünsche offen.

Das merkt man auch, wenn Google TV wieder läuft. Dann finalisiert das System die Installation und es wird alles etwas langsam.

Danach gab es übrigens noch ein Update für die Bluetooth-Fernbedienung. Das ging aber sehr fix.

XGIMI PowerBase Stand für MoGo 3 Pro

XGIMI PowerBase Stand für MoGo 3 Pro (Bild: XGIMI)

Interessanterweise integrierte das erste Update im Dezember 2024 einen Nachteil. Vor dem Update konnten wir die Helligkeit des Projektors noch direkt über das Seitenmenü ändern. Nach dem Update verschwand die Option in der Google-TV-Software und wurde tief in den Einstellungen vergraben. Da der Aufruf der Optionen Google TV stark belastet, kann es seit dem Update zu einer Unterbrechung der Videos kommen.

Hier zeigte sich Google TV dann von seiner besonders nervigen Art. Xgimi konnte für dieses Update übrigens nichts. Laut Hersteller ist das eine Sache von Google. Schade.

Während wir uns anfangs noch gefreut hatten, dass Google TV nicht sofort nach einem Update ruft, kann das bei Apps anders sein. Uns passierte es tatsächlich einmal, dass wir durch ein Zwangsupdate aus einer Serie geworfen wurden. Google TV war plötzlich der Meinung, Paramount+ zu aktualisieren. Das lässt sich nach unserem Kenntnisstand auch nicht verhindern. Einen Filmabend mit Freunden kann man so schon ziemlich vermiesen.

Google TV ist ein Android mit Einschränkungen

Wer ein Android-Smartphone kennt, der wird sich mit Google TV schnell gut auseinandersetzen können. In den Details gibt es aber Unterschiede. So kannst Du etwa in den Apps keine Filme für einen Offline-Modus herunterladen. Google TV geht von einem stationären Fernseher oder Projektor aus. Dass es diese Geräte mittlerweile auch für unterwegs gibt, weiß das Betriebssystem nicht, obwohl es hier und da Anpassungen für den MoGo 3 Pro gibt.

Eine seltsame Einschränkung hatten wir zudem, als wir den Projektor in diversen Hotels getestet hatten. Anfangs lief dabei noch vieles gut. In Hotels musst Du Dich meist über eine Webseite anmelden, das sogenannte Captive Portal. Eigentlich hakst Du nur ab, dass Du Dich an die Bedingungen des Hotels hältst und drückst auf eine Schaltfläche für „Annehmen“, „OK“ oder Ähnliches.

Zunächst funktionierte das WLAN in Hotels. (Foto: Andreas Sebayang/Handyhase.de)

Das ist mit einer Fernbedienung erst mal nicht so einfach. Es gibt Captive Portals, die damit sehr hakelig in der Bedienung sind. Schuld ist übrigens in aller Regel der Webdesigner und nicht Xgimi.

Dann brauchst Du ein Smartphone samt der App Google Home. Die kann nämlich auch als Fernbedienung dienen und bietet Dir die Möglichkeit, besser Texte einzugeben oder mit dem Projektor auf den Hotel-Webseiten zu navigieren. Damit konnten wir jedes Problem lösen.

Plötzlich ging es nicht mehr in Hotels

Aber nur anfangs! Denn mit einem Google-TV-Update wurde irgendwas am Betriebssystem geändert. Plötzlich waren zahlreiche Hotel-Webseiten nicht mehr erreichbar. Mal behauptete das System, ein VPN würde stören, und mal gab es Zertifikatsfehler. Derweil konnte unser deutlich älteres Android-Telefon, ein Xiaomi 12, weiter in jedem Hotel-WLAN surfen. Wir konnten übrigens gut ein Dutzend Hotels ausprobieren.

Während ein reguläres Android-Telefon kein Problem mit diesem WLAN hat, will der MoGo 3 Pro nicht. (Foto: Andreas Sebayang/Handyhase.de)

Auch mehrere komplette Resets waren nicht von Erfolg gekrönt. Von einem auf den anderen Tag war das Hotel-WLAN keine Option für den MoGo 3 Pro mehr. Nur selten klappte überhaupt eine Verbindung zum Captive Portal.

Wir haben dann meist ein Smartphone als Hotspot verwendet. Der Projektor bietet eine Option für sparsame Volumennutzung, die wir auch aktivierten. Damit lässt sich gut umgehen. Einen Blick auf Dein Volumen solltest Du trotzdem haben, denn der Projektor zeigt nur phasenweise an, wie viel genutzt wird.

Ordentliche Helligkeit auch mit dem Akku

Aber kommen wir zum wichtigsten: der Projektion. Was den kleinen MoGo 3 Pro ausmacht, ist die ziemlich gute Helligkeit im kompakten Format (450 Lumen) für einen typischen Unterwegseinsatz. Am Abend in einem Hotel sind meist Diagonalen möglich, die größer als der Fernseher in den Zimmern ist. Was möglich ist, ist aber auch von den Einstellungen und der Position des Projektors abhängig. 70 bis 80 Zoll sind meist locker machbar. Xgimi gibt bis zu 200 Zoll an, was wir als unrealistisch einstufen würden.

Unter Idealbedingungen sind große Diagonalen möglich. Man beachte die Relation zu den Lichtschaltern. Leicht erkennbar: der „Heiligenschein“ durch die digitale Bildkorrektur unten links am Bild. (Foto: Andreas Sebayang/Handyhase.de)

Auf Akku kannst Du neben dem Eco-Modus auch den Standard-Modus aktivieren, der das Bild schon deutlich heller macht. Die Leistungsaufnahme steigt aber schon erheblich. Im Eco-Modus sind das etwa 24 Watt. Im Standard-Modus geht das auf etwa 35 Watt hoch.

Xgimi gibt rund 2,5 Stunden Akkulaufzeit im Eco-Modus an. Wir kamen bei Netflix und YouTube auf rund zwei Stunden Akkulaufzeit. Der Akku hat eine Kapazität von 72 Wattstunden, rein rechnerisch sollte also eigentlich mehr drin sein, allerdings können Akkus nicht die gesamte gespeicherte Energie auch wieder abgeben. Es gibt Verluste, die sich hier offenbar sehr stark bemerkbar machen. Einen Filmabend bekommt man mit dem Akku also hin, solange es nicht ein Director’s Cut eines Meisterwerks ist.

Leider kommunizieren Google TV und die Powerbank nur selten miteinander. Vereinzelt gibt es zwar eine Warnung, dass der Akkustand niedrig ist (zehn Prozent). Aber die übersiehst Du schnell und plötzlich ist der Projektor aus. Wir würden uns aber einen konkreten Balken für die Restkapazität wünschen, der sich einblenden lässt und bei unter 10 Prozent auch deutlich sichtbar bleibt.

Nutzt Du das Netzteil, egal ob am Akku angeschlossen oder am Projektor, dann gibt es noch eine dritte Helligkeitsstufe. Dann wird der Lüfter des Projektors aber dermaßen laut, dass wir diesen Modus abseits von Tests nie nutzten. Der Helligkeitsgewinn war uns in der Praxis auch nicht deutlich genug, zumal der Grundton des Bilds sich leicht änderte. Sonst ist der Projektor übrigens kaum wahrnehmbar. Der Lautsprecher übertönt ihn gut. In sehr leisen Filmszenen kannst Du ihn aber wahrnehmen. Uns störte das nicht.

Der Projektor kann HDR nicht richtig

Rein formal beherrscht der MoGo 3 Pro High Dynamic Range (HDR) und Rec.2020. Für Heimkinofans bedeutet das einen größeren darstellbaren Unterschied zwischen Hell und Dunkel. In der Theorie kann dann auch in dunklen Szenen noch zwischen Objekten unterschieden werden.

Von dem HDR wirst Du in der Praxis allerdings nicht viel mitbekommen. Beim MoGo 3 Pro blendet keine Sonne und dunkle Szenen brauchen schon einen sehr dunklen Raum sowie idealerweise eine Leinwand, um noch präzise dargestellt zu werden. Das kann der Projektor einfach nicht, was bei der Größe aber auch nicht wundert.

Dazu kommt, dass Du HDR etwa nicht von einem Ultra-HD-Blu-ray-Player, FireTV-Stick oder einer Playstation 4 darstellen kannst. Laut Xgimi unterstützt der Miro-HDMI-Anschluss kein HDR. Das finden wir etwas seltsam, technisch gibt es dafür keinen Grund, wie uns der HDMI Licensing Administrator, der sich um den HDMI-Standard kümmert, auf Nachfrage sagte.

Der Projektor hat einen USB-A-Anschluss und daneben Micro HDMI. (Foto: Andreas Sebayang/Handyhase.de)

Dass sich Xgimi für Micro-HDMI entschied, finden wir übrigens ungünstig. Viele Konkurrenten bieten einen regulären HDMI-Anschluss. Selbst wir hatten in unserer Kabelkiste kein passendes Kabel und mussten dieses erst kaufen. Es liegt nämlich kein HDMI auf Micro-HDMI-Kabel bei. Micro-HDMI findet man sonst eher bei Kameras.

Meist gute Bildqualität und automatisches Justieren.

Was den MoGo 3 Pro in der Praxis sehr angenehm macht, ist das automatische Justieren des Bildes (Trapezkorrektur). Das passiert aber nicht durch eine Optik, vielmehr wird das Bild digital gerade gezogen. Dieses System funktioniert dafür sehr zuverlässig und gelingt sogar bei recht extremen Winkeln. Das Bild wird dann jedoch stark verkleinert und Du siehst um das TV-Bild noch die Projektionsfläche als leichten Heiligenschein. Vor allem, wenn es dunkel ist, ist das gewöhnungsbedürftig.

Eine Schrankwand im Hotel mit Holzoptik? Auch das geht mit dem Projektor. (Foto: Andreas Sebayang/Handyhase.de)

Was allerdings nicht immer klappt, ist die Scharfstellung. Das hängt ein wenig von der Serie oder dem Film ab, der gerade läuft, sowie der Oberfläche, die Du gerade als Projektionsfläche nutzt. Für das korrekte Scharfstellen gibt es aber eine Taste. Dann blendet der MoGo 3 Pro ein Testbild ein, anhand dessen das Bild so gut wie immer scharf gestellt wurde – auch mit einer stark verzierten Tapete. Die Autokorrektur ist übrigens sehr empfindlich. Ein leichtes Anstupsen reicht manchmal, um eine Korrektur auszulösen.

Bei Extremwinkeln ist das Bild nicht ganz gleichmäßig, was aber zu erwarten ist. Befindet sich der Projektor etwa links neben Dir und strahlt in einem größeren Winkel nach rechts, dann ist der linke Inhalt des Bildes erkennbar heller als der rechte Inhalt. Nach rechts fällt dann die Schärfe ab. Bei beengten Platzverhältnissen geht das aber in Ordnung.

Bildprobleme haben wir selten entdeckt. Sicher, bei dunklen Szenen hat der Projektor definitiv Schwächen. Mit unserem Testmaterial haben wir nur einmal ein sehr auffälliges Problem entdeckt. Bestimmte Lichtszenen liegen dem Projektor nicht.

Das Tiny-Desk-Konzert von Tyler the Creator arbeitet mit einer lila farbigen Raumbeleuchtung. Vor allem die Gesichter der Background-Sängerinnen sehen in der Situation sehr unnatürlich aus.

Wenn die Raumbeleuchtung dann auf Rot/Weiß wechselt, sieht alles wieder stimmig aus. Mit extremen, eher selten in der Realität auftretenden Farben hat der Projektor also leichte Probleme, was vor allem bei Konzertaufnahmen ein Problem sein dürfte.

Lila liegt dem Projektor nicht. Das Phänomen haben wir trotzdem bei keinem Film und bei keiner Serie in der Praxis gesehen.

Guter Sound und koppelbare Boxen

Der Sound des integrierten Lautsprechers ist im Allgemeinen gut. Stimmen bei Filmen sind klar wahrnehmbar. Ein Stereo-Effekt stellt sich leider nicht ein, auch wenn die Box formal zwei Lautsprecher à 5 Watt von Harman/Kardon hat. Die idealerweise zentrale Positionierung des Projektors hilft hier kaum.

Beim Bass lässt der MoGo 3 Pro ein paar Wünsche offen. Er kommt gerade in tieferen Frequenzen überraschend schwach aus der voluminösen Box. Wir haben das vor allem bei der Wintergatan Demo Emerson stark gemerkt. Die tiefen Schläge des Schlagzeugs sind zwar wahrnehmbar, wirken aber stumpf und abgehakt.

Das solltest Du aber nicht überbewerten. So ein Projektor sehen wir nicht als Musikmaschine.

Falls Du aber doch Musik hören willst: Koppel einfach per Bluetooth Deine Kopfhörer oder einen mobilen Lautsprecher mit dem MoGo 3 Pro. Gerade mobiler Lautsprecher ist freilich noch ein Gerät, das Du dann auf Reisen mitnehmen musst.

Was uns am MoGo 3 Pro fehlt

Auch wenn uns der Projektor insgesamt gut gefällt: Hier und da haben sich unterwegs einige Wünsche eingestellt.

Zum einen wäre da ein dedizierter Start-/Pause-Knopf an der Fernbedienung. Mit dem Hauptknopf in der Mitte ist die Bedienung nämlich inkonsistent. Bei YouTube musst Du zum Pausieren zweimal klicken, da der erste Klick erst die Bedienoberfläche aktiviert. Bei Netflix reicht ein Klick. Das geht besser.

Zum anderen könnte der Kontrast der Fernbedienung besser sein. Im Dunkeln ist es nicht einfach, die Beschriftungen zu lesen. Entweder sollte es eine schwarze Beschriftung sein oder eine Hintergrundbeleuchtung, wie dies etwa bei den Fernbedienungen von dem von uns getesteten Sky Stream der Fall ist. Auch die Xbox-One-Fernbedienung oder Fernbedienungen von Marantz leuchten.

In der Praxis störte uns zudem, dass der MoGo 3 Pro selbst keinen kleinen Puffer-Akku hat. Mussten wir etwas umstecken, weil das Kabel im Hotelzimmer doch etwas ungünstig liegt, dann musste der Projektor dafür komplett aus oder ging aus.

Musst Du das Kabel umstecken, schaltet sich der Projektor sofort aus. (Foto: Andreas Sebayang/Handyhase.de)

Das ist vor allem nervig, weil das Booten des Projektors seine Zeit braucht und das Betriebssystem aufgrund des schwachen Prozessors dann vor allem anfangs lahmt. Ein kleiner Akku, der fünf Minuten überbrückt, damit der Projektor in Stand-by schalten kann, wäre ideal.

Technische Eigenarten

Abschließend wollen wir noch auf einige technische Punkte eingehen, die nicht alle betreffen. Als DLP-Projektor kann der MoGo 3 Pro bei empfindlichen Menschen einen Regenbogeneffekt zeigen. Bei schnellen Augenbewegungen siehst Du dann die Grundfarben Rot, Grün, Blau (additive Farbmischung) zerfasern. Der Autor dieser Zeilen gehört zu jenen, die darauf recht empfindlich reagieren.

Wir können aber beruhigen. Wir sahen den Effekt nur, wenn wir ein besonders kleines Bild erzeugten oder direkt in den Projektor schauten. Beim Filmeschauen gab es keine Probleme.

Interessant ist außerdem die Stromversorgung. Xgimi hält sich bei der Powerbank als Stativverlängerung nicht korrekt an den USB-Standard. Andere Geräte, wie etwa ein Notebook, kannst Du nur sehr langsam aufladen. Nach unseren Experimenten gibt die Powerbank die volle Leistung nur an den Projektor ab, was eine unnötige Einschränkung ist.

Xgimi MoGo 3 Pro mit Power Base Stand. (Bild: Xgimi)

Wichtig ist für den Projektor auch ein korrektes USB-C-Kabel. Du brauchst ein Kabel, das für 240 Watt (5 Ampere) spezifiziert ist. Bei zertifizierten Kabeln steht das immer auf dem Stecker. Xgimi lässt seine Kabel aber nicht zertifizieren. Eine Wattangabe fehlt also.

Solche unnötigen Einschränkungen dürfte es aber nicht mehr lange geben. Die EU will die Kabelhersteller dazu verdonnern, die Watt-Anzahl auf die Kabel schreiben zu müssen. Es gibt nur zwei Möglichkeiten: 60 oder 240 Watt. Es bleibt aber abzuwarten, ob die Kabelhersteller sich nicht trotzdem durchsetzen.

Ein weiterer Hinweis sei zum Akku erlaubt. Mit einer Kapazität von 72 Wattstunden ist er eigentlich kein Problem für die Mitnahme im Flugzeug. Wir würden davon dennoch abraten, denn der Akku könnte aufgrund seiner (sehr stabilen) Konstruktion auch als Schlagwerkzeug gewertet werden und muss dann bei der Sicherheitskontrolle im Zweifel abgegeben werden („stumpfe Gegenstände, die, wenn sie als Schlagwaffe eingesetzt werden“, Flughafen Frankfurt).

Preis und Verfügbarkeit

Der MoGo 3 Pro kostet derzeit einzeln etwa zwischen 420 und 500 Euro. Es gibt den Projektor auch im Bundle mit dem Standfuß, der auch gleichzeitig eine Powerbank ist. Dann liegt der Preis bei 60 bis 80 Euro höher.

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XGIMI MoGo 3 Pro – Features

Fazit

Wir haben am MoGo 3 Pro schnell Gefallen gefunden. Auch wenn uns anfangs Google TV nervte. Mit dem Update, das Google TV optional macht, wurde es dann aber wieder besser. In einem recht kleinen Paket bekommst Du einen erstaunlich leistungsfähigen Projektor, der uns gerade beim Reisen gute Dienste leistete und für unterwegs ausreichende Bild- und Tonqualität lieferte. Die zuverlässige automatische Ausrichtung des Bildes nimmt einem zudem viel Arbeit bei der Aufstellung ab.

Ärgerlich war aber, dass wir zuletzt immer über das Smartphone ins Internet mussten, um eine Verbindung herzustellen. Ein Problem, das offenbar mit Google zusammenhängt, kam es doch mit einem Update. Das verlangt dann nach einem Vertrag mit einem hohen Volumen, auch wenn die Datensparoption innerhalb des Projektors gut wirkt, um das Volumen zu begrenzen. Das musst Du aber aktiv an- und ausschalten.

Insgesamt hat uns das Paket, vor allem mit dem Standfuß und Extraakku, sehr gut gefallen, um es auch auf größeren Reisen mitzunehmen. Wenn es knapp wurde oder wir per Flugzeug verreisten, dann reichte auch der Projektor. Ein Tisch oder eine Unterlage zum Aufstellen findet sich eigentlich immer.

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Profilbild von Andy
Andy ist seit September 2023 ein kleines Teilzeit-Rädchen (Häschen?) im Handyhase-Team. Bereits seit 2005 ist er schon als IT-Journalist tätig und war mal Sysadmin. Er hat einen Hang zu sehr besonderen Themen und Gesellschaft. Durch viele Reisen sind aber auch das Thema Flug und Zug zum Spezialgebiet geworden, das er in anderen Publikationen abdeckt.

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